Das Niedrige Johanniskraut ist ein hübscher Dauerblüher

Blüte des niedrigen Johanniskraut (Hypericum calycinum)

Blüte des „Niedrigen Johanniskrauts“ (Hypericum calycinum)

Das Niedrige Johanniskraut (Hypericum calycinum) hat seine Herkunft in den Buchenwäldern von Südosteuropa und der Türkei. Es gibt verschiedene Arten und Sorten. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam, wegen ihres kompakten Wuchses, der schönen Belaubung und ihren unermüdlich erscheinenden gelben Blüten, gehören sie mittlerweile zu den beliebtesten Zwergsträuchern Europas.
Von Juli bis Oktober hat das Niedrige Johanniskraut durch die leuchtenden, goldgelben Blüten seinen großen Auftritt. Die zahlreichen, hübschen Schalenblüten werden 5 bis 7 cm groß. Die Pflanze ist stark ausläuferbildend und schnell wachsend. Eine Pflanze kann bis zu eimen Meter breit werden. Der teppichbildende Strauch bleibt dabei aber niedrig. Er wächst zwar aufrecht, erreicht aber nur eine Höhe von etwa 30 cm. Aus diesem Grund ist das Niedrige Johanniskraut auch ein vorzüglicher Flächendecker. Die eiförmigen, ledrigen, derb dunkelgrünen Blätter bleiben meist den Winter über an der Pflanze haften und werden im Frühjahr durch neu austreibendes Laub ersetzt. Besonders hübsch sind auch die grünlichen, überhängenden, teilweise auch am Boden aufliegend wachsenden Jahrestriebe, die sich sonnenseits rötlich verfärben.

Standort und Pflege von Johanneskraut

Da das Niedrige Johanniskraut etwas frostempfindlich ist, sollte man es im Frühjahr bis zum Boden zurückschneiden. Zudem blüht es am jungen Holz, was einen Rückschnitt ebenso empfehlenswert macht. Sonst ist das Niedrige Johanniskraut aber sehr anspruchslos. Es zählt zu den pflegeleichten und anspruchslosen Gartenpflanzen. Der Zwergstrauch bevorzugt sonnige bis schattige Standorte, gedeiht aber auch an „schlechten“ Standorten. An den Boden stellt es ebenfalls keine Ansprüche, man sollte allerdings Staunässe vermeiden. Die anpassungsfähige Pflanze verträgt Hitze, Schnittmaßnahmen und Wurzeldruck von Bäumen. In besonders kalten Wintern kann der kleine Strauch zurückfrieren, treibt nach einem Rückschnitt aber wieder durch. Das Niedrige Johanneskraut ist auch für schwer zu bepflanzende Stellen im Garten wie Gehölzränder, Böschungen oder unter Bäumen bestens geeignet. Da es sich an idealen Standorten stark ausbreitet, ist es für Blumenbeete und kleine Staudenrabatten nicht so gut geeignet. Seine Vermehrung durch Stecklinge im Sommer oder durch Teilung im Frühjahr ist unproblematisch.

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