Die Hainbuche, Weißbuche ist eine beliebte Heckenpflanze

 

Heckenplanze, Hainbuche

Hainbuche, Weißbuche

Eine der beliebtesten Heckenpflanzen ist zweifellos die Hainbuche oder auch Weißbuche genannt. Ihre Anspruchslosigkeit und Schnittverträglichkeit zeichnet Sie als Schnitt- und Laubhecke besonders aus.  Egal, ob man eine niedrige oder eine hohe Hecke – bis etwa 4 Meter-, eine schmale oder breitere Hecke – 0,6 Meter bis etwa 1,5 Meter – haben möchte, die Hainbuche lässt alles zu. Bei regelmäßigem Schnitt wird die Hecke absolut blickdicht und bildet einen natürlichen Sicht- und Windschutz. Sie hat einen jährlichen Zuwachs von 30 bis 40 cm. Die Hainbuche hat eine dichte Belaubung. Ihre Blätter sind geriffelt  und wirken, als hätten sie sich nicht richtig entfaltet. Das Laub zeigt im Laufe des Jahres ein interessantes und abwechslungsreiches Farbenspiel: hellgrün im Austrieb, dunkelgrün im Frühsommer, dann beim zweiten Austrieb wieder heller und schließlich ist es im Herbst zunächst goldgelb und am Ende braun.
Natürlich kann man die Hainbuche auch als Baum verwenden, allerdings ist sie keine Buche, sondern gehört zu der Familie der Birkengewächse. Dieses erkennt man an ihren Blättern, die im Gegensatz zur Buche, am Rand doppelt gesägt sind und sich härter anfühlen. Die Hainbuche wird nur bis zu 20 m hoch und wird daher von den meisten Bäumen überragt. Sie hat infolgedessen eine relativ hohe Schattentoleranz entwickelt.
Ihrem sehr hellen Holz verdankt die Hainbuche die zusätzliche Bezeichnung Weißbuche. Es wurde früher u. a. für weißgescheuerte Milchkübel und Butterfässer verwendet.

Standort und Pflege und Vermehrung der Hainbuche

Hainbuche

Wunderschöne Laubfärbung der Weißbuche

Die Hainbuche liebt kalk- und humushaltigen Boden. Sie verträgt auch einen hohen Grundwasserstand, aber keine Staunässe. Ihr Standort kann sowohl sonnig als auch schattig sein.
Die Hainbuche ist sehr robust und hält selbst die größte „Verstümmelung“ aus. Man kann sie quasi zurechtschneiden wie man will, sie nimmt es nicht übel.
Der Grundschnitt der Hainbuche sollte Ende Juni, nach Johanni (24.06.) vorgenommen werden. Spätestens im März kann ein kleiner Korrekturschnitt erfolgen.
Die Vermehrung der Hainbuche erfolgt durch Samen. Sie lässt ihre männlichen Blütenstände, die Kätzchen, gut sichtbar und nicht in Knospen versteckt „nackt“ überwintern. Die weiblichen Blütenstände dagegen kommen erst während des Austriebs aus den Knospen. Der Blütenaufbau zeigt auch die nahe Verwandtschaft zu Hasel, Birke und Erle.
Die Frucht der Hainbuche ist eine Flügelnuss, sowie bei Ahorn, Ulme und Esche. Gleich 3 Flügel sorgen bei Wind für eine Verbreitung, als sogenannter Schraubenflügler, von bis zu einem Kilometer. Die Nüsschen hängen, meist zu acht Paaren angeordnet, übereinander an den Zweigen und dienen einer Vielzahl von Vögeln und Nagetieren als Nahrung. Als Schnitthecke bildet die Hainbuche keine Blütenstände.

 

 

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