Die Weißtanne- Majestätisch und schön

Die Weißtanne ist neben der Rotfichte der mächtigste Nadelbaum. Sie kann eine Höhe von bis zu 50 Meter erreichen. Die Weißtanne gehört zur Familie der Kieferngewächse und ist besonders in den Gebirgen Südeuropas verbreitet. Die Tanne ist sehr robust und wächst in Höhenlagen bis zu 1900 Meter. Ihr Name leitet sich von ihrer auffallend hellgrauen Borke ab.
Bei optimalen Lichtverhältnissen bildet die junge Weißtanne eine spitze Krone aus. Ihr Stamm ist gerade und die Äste gehen horizontal davon ab. Diese schöne Form macht sie auch als Weihnachtsbaum sehr beliebt. Die hellgraue Rinde der jungen Weißtanne ist meist mit kleinen Harzdrüsen besetzt. Junge Triebe sind graubrau-behaart. Ab einem Alter von 40 Jahren wird die Borke dunkler und schuppiger.Die Weißtanne ist zwar ein robuster, winterharter Baum, aber anfällig für Schadstoffe. Das ist einer der Gründe weswegen der Bestand abnehmend ist. Ein weiterer Grund ist die starke ökonomische Nutzung ihres Holzes. Es läßt sich gut verarbeiten und wird daher gerne für Dielen und Tischlerarbeiten verwendet. Auch der Klangkörper vieler Musikinstrumente ist aus dem Holz der Weißtanne, da es im Kern nicht gefärbt ist und kein Harz enthält.

Nadeln und Knospen

Die Nadeln der Weißtanne sind ledrig und werden bis zu 3 cm lang und 3 mm breit. Sie sind auf der Oberseite dunkelgrün und auf der Unterseite blassgrün. Das ergibt ein schönes Farbspiel. Ihre Knospen wachsen sind eiförmig, hellbraun und harzfrei. Weibliche Knospen wachsen an der Trieboberseite, männliche an der Triebunterseite der Nadelachsen.

Vermehrung

Die Weißtanne ist einhäusig-getrenntgeschlechtlich. Sie wird ab einem Alter von 25 Jahren „mannbar“. Je nach Standort, blüht sie zwischen April und Juni. Die männlichen Blütenzapfen sind auffällig gelb und 2-3 cm lang. Sie befinden sich an hauptsächlich im mittleren und unteren Teil der Krone. Die weiblichen Blütenzapfen sind hingegen blassgrün und befinden sich an der Oberseite der kräftigen, vorjährigen Triebe. Die Bestäubung erfolg durch den Wind.
Die befruchteten, grünbraunen Zapfen der Weißtanne stehen aufrecht an den Ästen und werden bis zu 16 cm lang und 5 cm dick. Etwa im Oktober fallen die reifen Samenschuppen ab. Die Ausbreitung der geflügelten Samen erfolgt ebenfalls durch den Wind.

Standort

Die Weißtanne entwickelt je nach Standort, eine Wurzeltiefe von 1,5 bis 3 Meter Tiefe und eine Wurzelbreite von teilweise 10 Meter. Es werden auch oft Wurzelverwachsungen mit anderen Bäumen festgestellt. Sie ist daher, trotz ihres mächtigen Wuchses sehr standfest. Der immergrüne Nadelbaum wird bis zu 600 Jahre alt. Die Weißtanne mag halbschattige Plätze und einen tiefgründigen, nahrhaften Boden. Am passenden Standort wird die Weißtanne als Solitär zu einem majestätischen Baum, der einen erhabenen Anblick bietet. Sie ist daher eher für einen großen Gärten oder Parks geeignet.

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