Der Hauswurz ist außerordentlich genügsam und pflegeleicht

Hauswurz

Hauswurz

Der Hauswurz gehört zur Pflanzengattung der Dickblattgewächse. Es gibt zahlreiche Arten und Sorten. Dieser Hauswurz (Sempervivum globiferum) wird 15 bis 30 cm hoch und hat während der Blütezeit von Juni bis August, hell- bis weißlichgelbe, glockenförmige Blüten.
Sein Wuchs erinnert ein wenig an eine Artischocke. Die überaus robuste Staude eignet sich wunderbar als Dachbegrünung, Mauer- und Steinwallschmuck, als Trogbepflanzung oder als Bepflanzung in Steingärten.Das Freilandsukkulent ist ein nahezu unverwüstliches Dickblattgewächs. Die kleinen Blattrosetten wachsen anfangs kugelig und breiten sich dann polsterbildend aus.

Die Übersetzung des lateinischen Namens (Sempervivum) des Hauswurzes bedeutet „immerlebend“. Wenn man das auf seine Robustheit und Anspruchslosigkeit bezieht, ist das sicher zutreffend. Der Haus- oder Dachwurz, wie er auch genannt wird, wird bereits seit vielen Jahrhunderten auch als Heilpflanze eingesetzt. Dieses gilt jedoch nur für den hierzulande weit verbreiteten Sempervivum tectorum (echter oder gewöhnlicher Hauswurz).
Der Hauswurz wird aber nicht gegessen, sondern nur äußerlich als Tinktur auf Wunden (auch blutende), Insektenstiche, Verbrennungen, Geschwüre, Warzen oder Hämorrhoiden aufgegeben. Dazu muss man nur die Blätter aufzuschneiden und mit der feuchten Seite nach unten auf die zu behandelnde Stelle legen. Der Hauswurz besitzt ähnliche Inhaltsstoffe wie die nicht verwandte Aloe Vera. Sein Saft enthält Tannin, Bitter-, Gerb- und Schleimstoffe, Ameisen- und Apfelsäure, Ascorbinsäure (Vitamin C), Kalium und Harz.

Standort und Pflede des Hauswurzes

Der Hauswurz ist außerordentlich robust und pflegeleicht. Hauswurze lieben Sonne, vertragen zugleich aber auch extreme Kälte. Die Gebirgspflanze hat sich an sehr trockene Standorte angepasste und gedeiht somit auch noch dort, wo andere Gartenpflanzen niemals überleben würden. Dem Dickblattgewächs ist ein trockener, möglichst sonniger Standort am liebsten. Daher kann man die Staude auch besonders zur Bepflanzung von Mauern, Mauerkronen oder Dächern eingesetzt. Sie mag allerdings keine Staunässe.
Hauswurze kommen sehr lange mit wenig Flüssigkeit aus. Ihre dicken Blätter dienen als Wasserspeicher, sodass sich die Pflanze selbst versorgen kann.

Auch eine Düngung ist bei ausgepflanzten Hauswurzen nicht erforderlich. Wenn man die Pflanze aber schon beim Einpflanzen mit etwas! Hornspäne oder Kompost versieht, sorgt das für eine intensivere Blattfärbung.
Ein Rückschnitt ist ebenfalls nicht notwendig. Nach Beendigung der Blüte sollte man lediglich die abgeblühte Rosette entfernen, da sie ohnehin absterben wird. Ein Befall mit Pilzen oder Schädlingen ist beim Hauswurz ebenfalls extrem selten. Schlechter Wuchs, blasse Blätter oder brüchige Triebe sind meistens ein Zeichen von einem ungeeigneten und / oder zu feuchten Standort.

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