Die Küstentanne oder auch Riesentanne genannt

Die immergrüne Küstentanne oder auch Riesentanne genannt, stammt aus Nordamerika. Sie kann bis zu 85 Meter hoch werden und macht damit ihrem Namen alle Ehre. Küstentanne heist sie vermutlich, weil sie oft entlang von Flüssen oder an Küsten wächst, denn durch ihre lange Pfahlwurzel ist sie, trotz ihrer Größe sehr windunanfällig. Der Stamm einer ausgewachsenen Küstentanne hat einen Durchmesser von 1,5 bis 2,5 Meter. Sie wird bis zu 300 Jahre alt.

Junge Küstentannen

Merkmale des Baumes sind ihre stets spitz, kegelförmige Krone und ihr wenig holziger Stamm. Die Borke junger Bäume ist harzig,glatt und dunkelbraun. Bei älteren Bäumen ist sie eher grau und „brüchig“.
Die dunkelgrünen, dichten Nadeln der Küstentanne sind flach gescheitelt und in zwei Ebenen am Zweig angeordnet, wobei die obere Reihe ca. ein Drittel kürzer ist als die untere. Die zerriebenen Nadeln verströmen einen wunderbar aromatischen Duft nach Orangen. Da die Küstentanne einen sehr schönen Wuchs hat und die Nadeln lange halten, wird der junge Baum sehr gerne als Weihnachtsbaum genommen. Außer als Zierbaum oder als Holzlieferant für die Papierherstellung, hat die Küstentanne keinen größeren ökonomischen Nutzen. Auf Grund ihres mächtigen Wuchses kommt sie auch in unseren Gärten seltener vor. Wo sie aber Raum hat, entwickelt sie sich zu einem wunderschönen, majestätischen Baum, der gerne als repräsentativer Weihnachtsbaum im Freien und auf großen Plätzen gewählt wird.

Vermehrung

Die kleinen harzigen Knospen der Küstentanne sind dunkelpurpur und unter den langen Nadeln des Baumes verborgen. Die Blütezeit der Tanne ist von April bis Mai. Die männlichen Zapfen können verschiedene Farben haben. Das Farbspektrum reicht von bläulich-rot über purpur und orange, bis hin zu gelb oder grün. Die weiblichen Zapfen sind mit den Farben Hellgrün, Dunkelblau oder Dunkelpurpur ebenfalls vielfältig. Die reifen, zylindrischen Zapfen der Küstentanne werden bis zu 12 cm lang. Zunächst sind sie hellgrün oder grau, werden dann aber im reifen Zustand rotbraun. Im September fallen die mit Flügel versehenden Samen zu Boden, wo sie nach einiger Zeit zu keimen beginnen.

Standort und Pflege

Die Küstentanne wächst in Höhenlagen bis zu 1600 Meter. Sie mag feuchte, durchlässige, tiefgründige und nährstoffreiche Böden. Sie ist schnellwüchsig und unkompliziert. Die Küstentanne bevorzug zwar halbschattige Plätze, verträgt aber auch trockene Sommer gut. Wegen ihrer Pfahlwurzel ist sie äußerst Sturmfest. Wie die meisten Tannen, ist sie jedoch anfällig für Stamm- und Wurzelfäulerreger. Der Rüsselkäfer und Wildfraß machen ihr zuweilen ebenfalls zu schaffen.

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