Die niedrige Purpurbeere „Hancock“, der Knallerbsenstrauch

Frucht der Purpurbeere „Hancock“

Die niedrige Purpurbeere „Hancock“ (Symphoricarpos chenaultii „Hancock“) ist ein bodendeckender Strauch. Er stammt ursprünglich aus Nordamerika. Im 19. Jahrhundert ist er als Ziergewächs „eingewandert“ und hat sich seither in Mitteleuropa stark verbreitet. Es gibt weltweit 17 Arten. Bei uns ist er auch als Knallerbsenstrauch bekannt, denn seine Früchte geben einen knallerbsenähnlichen Laut von sich, wenn man auf sie tritt. Das macht besonders Kindern viel Spass.Deswegen ist die niedrige Purpurbeere „Hancock“ hauptsächlich wegen ihrer kugeligen Beeren, die sich im September bilden bekannte. Sie sind etwa daumennagelgroß und giftig. Sie können auch Schneebeere, FrüchteBrechdurchfall verursachen. Wenn man die Beeren durchschneidet, findet man unter einer fleischigen Schicht zwei kugelige Samen. Bei Menschen kann die Berührung mit dem Inneren der Frucht zu Hautreizungen führen. Vielen Vogelarten dienen die Früchte, die bis in den Winter hinein am Strauch bleiben, jedoch als Nahrung. So sorgen sie später auf ganz natürliche Weise auch für die Verbreitung der Purpurbeere „Hancock“.
Die Pflanze ist aber eigentlich gerade während ihrer Blütezeit ab Juni am schönsten. Ihre zart rosa-weißen, kugeligen Blüten hängen dann in Ähren an den Zweigen und sehen aus wie kleine Sterne. Sie werden oft von Honigbiene an SchneebeereBienen und Schwebfliegen umschwärmt, die sich bei ihnen mit Nektar versorgen und sich dabei nebenher um die Bestäubung kümmern. Die kleinen, eiförmigen Blätter, die im Herbst abfallen, sind oberseits dunkelgrün und unterseits bläulichgrün.
Der Strauch selbst wird etwa 80 bis 100 cm hoch und 150 bis 170 cm breit. Sein jährlicher Zuwachs beträgt etwa 10 bis 25 cm. Durch die Bewurzelung der am Boden aufliegenden Triebe wächst der Strauch breitflächig. Er eignet sich daher auch sehr gut zur Hangbefestigung und Flächenbegrünung.

Standort und Pflege der niedrigen Purpurbeere „Hancock“

Die niedrige Purpurbeere „Hancock“ ist recht anspruchslos. Sie wächst sowohl an sonnigen wie an schattigen Standorten. An den Boden stellt die Pflanze ebenfalls keine besonderen Ansprüche. Sie gedeiht in allen normalen Gartenböden. Der winterharte Strauch verträgt auch starke Rückschnitte. Am besten stutzten kann man ihn im Frühjahr. Bei Austriebsbeginn sollte man die Seitentriebe auf wenige Augen einkürzen, dann wächst er noch dichter. Man kann den Strauch auch als kleine Schnitthecke nutzen.
Neben der natürlichen Verbreitung durch Vögel etc., kann man ihn auch leicht im Sommer durch Stecklinge oder noch leichter, durch Abteilung von Ausläufern vermehren. Man sollte dann aber für ausreichend Wasser sorgen. Gießen Sie nicht zu oft, dafür aber gründlich und durchdringend. Die Pflanzenwurzeln werden dadurch angeregt auch in tiefere Bodenschichten vorzudringen und somit Trockenperioden besser zu überstehen.

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