Das Pfaffenhütchen hat leuchtend rote Früchte

Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus)

Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus)

Das Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus)  ist ein aufrecht wachsender Strauch oder kleiner Baum mit etwas sparrigen, locker gestellten Ästen. Es ist hauptsächlich im mitteleuropäischen Raum beheimatet. Der Strauch gehört zur Familie der Spindelbaumgewächse (Celastraceae) und wird auch Spillbaum oder Spindelbaum genannt. Seine jungen, grünen Triebe sind mit auffälligen Korkleisten behaftet. Dieses gab ihm den Beinamen Korkspindel oder auch Korkflügelstrauch. Ab dem Herbst bis weit in den November hinein trägt der Strauch die imposanten, leuchtenden, korallenroten Früchte. In dieser Zeit bekommt auch das sommergrüne Laubt eine leuchtend orangerote Färbung. Die im Sommer dunkelgrünen Blätter des Pfaffenhütchens sind eiförmig bis lanzettlich und etwa 3 – 8 cm lang. Die Blattränder sind gesägt.
Samthaarige-Stinkesche - Tetradium-daniellii Seine Blüte im Mai ist eher unscheinbar. Sie wächst in kleinen grünen Dolden am Strauch, verströmt aber einen angenehmen Duft. Nach der Blüte bilden sich zunächst grüne Kapselfrüchte, die mit der Reife, dann die wunderschöne, purpurrote Farbe annehmen. Die Samen der Pfaffenhütchen haben eine orangerote Ummantelung und sind giftig. Die Pflanze wurde 2006 zur Giftpflanze des Jahres gewählt.
Das Pfaffenhütchen ist eine schöne Solitärpflanze. Der Strauch, oft auch kleiner Baum, ist starkwüchsig. Er wird 300 bis 500 cm hoch und 200 bis 300 cm breit. Sein jährlicher Zuwachs beträgt, je nach Standort 10 bis 30 cm. Seine Wuchsform ist aufrecht, locker und unregelmäßig. Da das Pfaffenhütchen auch kurzfristige Überschwemmungen sehr gut verträgt, eignet es sich besonders gut für die Uferbepflanzung an Teichen. In Europa findet man es auch häufig in Auenwäldern und an Waldrändern.
Seine Zweige sind graubraun und öfters 4-kantig oder mit 2 – 4 schmalen Korkleisten behaftet. Die jungen Zweige sind grün mit korkigen Streifen.

Standort und Pflege der Pfaffenhütchen

Das Pfaffenhütchen wächst sowohl in der Sonne als auch im Halbschatten gut. Besonders gerne mag es feuchte, kalkhaltige Lehmböden, gedeiht aber auch wunderbar in allen normalen Gartenböden. Es ist winterhart und pflegeleicht. Ein Schnitt ist z. B. nicht erforderlich. Das Pfaffenhütchen ist zudem ökologisch wertvoll, denn es dient sowohl im Garten als auch in freier Landschaft als Vogelschutz- und Nährgehölz, sowie als Bienenweide.

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